Caldoranth

Caldoranth

“Wir nennen dieses Land unsere zweite Heimat, und so ist es auch. Doch sind nicht wir es, welche sich Mierodran zueigen gemacht haben; Sie hat sich uns zueigen gemacht, als einen Teil von Ihr. Trotz all unserer Bemühungen bleibt Mierodran genauso wild und geheimnisvoll wie an jenem Tage als wir zuerst einen Fuß hierher setzten. Seht Euch nur um! Soviele Erinnerungen, soviele Denkmäler derer die vor uns kamen. Wie wichtig denkt Ihr sind wir Menschen diesem ungezähmten Land? Wir sind doch bloß die neuesten Ankömmlinge, welche in Mierodrans Armen Schutz suchten. Sie hat uns der Gastfreundschaft wegen aufgenommen und uns erlaubt an Ihrer größeren Geschichte teilzuhaben…"

- Theradin Greifenklau, Ritter von Caldoranth

Caldoranth1
Kurz bevor Endrathador während der Dämonenkriege fiel, floh ein Tross menschlicher Flüchtlinge unter der Führung eines ehemaligen Generals Namens Oberlund vor den Horden und suchte Schutz bei den Zwergen des Nordens in Ihren unüberwindbaren Mauern aus Stein. Die Zwerge erinnerten sich an Ihre Liebe zu Barathund in den Tagen der Alten und gewährten Ihnen Zuflucht. Nachdem der Krieg beendet war, begannen die Exilanten Endrathadors langsam eine eigene Stadt im Norden zu bauen, unter den wachsamen Augen der Zwerge.

Bereits zweifach aus Ihren Landen vertrieben kämpften die Menschen Caldoranths durch die Jahrhunderte um ein erneutes Nationalgefühl und Ihre kulturelle Identität. Für viele ist die Erinnerung an Endrathador getrübt. Auf der Spitze seiner Macht wurde Endrathador durch falschen Stolz und Dekadenz verdorben. Natürlich wurden nach den ersten Niederlagen Reformen angestrebt, doch war der Stolz aller Überlebenden des Falles und der vollkommenen Zerstörung der Stadt Endrathador um das Jahr 1.700 n.B. gebrochen. Die Vernichtung Endrathadors war wahrlich vollkommen.

Und so wurden in den Kluften der Hammodranen alte Bündnisse erneuert und die Leben der Menschen und Zwerge begannen sich wieder miteinander zu vermischen, wie in den Tagen Endilars.
Die Menschen Caldoranths begannen sich sehnsuchtsvoll an die alten Zeiten zu erinnern. Die Legenden von Barathund und Dorul wurden wieder wie einst in den Hallen der Zwerge erzählt und die Menschen fanden in Ihren Erinnerungen an die Vorväter Kraft.

Die Könige Caldoranths begannen den Mantel Ihrer Väter zu tragen. Die Standarte wurde die eines weißen Widders, auf einem Violetten Feld mit goldenem Rand. Der Widder erinnert an das stolze und stoische Tier, welches in den Mooren lebt, das Violette an die liebliche Heide der Weite von Bararthund und das Goldene für den Reichtum der Nation.

Gebiete und Population

Trotz des relativ langsamen Fortschritts und häufigen Rückschlägen durch Angriffen von Goblins, Orcs und gelegentlichen Drachen begann die Stadt Caldoranth zu wachsen und Ihren Mannen wurde es gestattet auszuziehen und weitere Siedlungen in den ehemaligen Landen der Zwerge zu gründen. Die Stadt selbst wurde am Fuße der Berge errichtet.

Trotz dass sie weder überaus mächtig noch wohlhabend war, erreichte die Stadt eine ernstzunehmende Größe (ca. 21.300 Einwohner) und Status mit Ländereien von den Hammodranen bis über die Ebenen Edingroths. Die Caldoraner sind ein stolzes Volk, welches darauf hin arbeitet, Ihren verlorenen Ruhm zurück zu erlangen und eines Tages die Lande Ihrer Vorväter zu befreien und den Händen der Ungläubigen zu entreißen.

Als erste Stadt neben Caldoranth wurde Caldoranths Tochterstadt Endrell an den Ufern der Fenlande Aduthals gegründet. Die Terretorien Endrells umfassten alsbald das Gebiet welches heute die Herzogtum Endrell beansprucht. Die Könige Caldoranths sorgten dafür, dass Ihr Einfluss über das Gebiet der Hammodranen hinaus getragen wurde und erweiterten Ihren Sitz entlang des Königswegs nach Süden in die Ebenen von Edingroth. Hidroth Lea und Duruland Knoll sind die zwei prominentesten Städte dieser Region, beides Herzogtümer und politische Zentren. Thunland Dell ist Caldoranths wichtigste Stadt am Dantalig, doch auch kleinere Siedlungen bekannt als die Westlichen Baronien wurden entlang des Flusses südöstlich des Tindor erbaut.

Sprachen

Die Hauptsprache der Caldoraner ist das Endilaran, doch viele Caldoraner sprechen auch den zwergischen Dialekt Ondros, der vor allem als Handelssprache dient. Viele des Adels, des Militärs und der neureichen Händler sprechen auch Vindisch, die Sprache Dwinovar und Anguliads, und selten auch Elbisch.

Gesetz und Politik

Quasi im direkten Gegensatz zu Igladan begann Caldoranth als kleiner Stadtstaat am Fuße der Berge, welcher zu einer Nation heranwuchs, welche nach und nach die umliegenden südlichen Gebiete annektierte, welche nach der Zerstörung der Städte Mierodrans zu Zeiten der Dämonenkriege verlassen waren.
Caldoranth ist eine feudalistische, autokratische Monarchie. Der König ist die oberste Authorität im Bereich Militär und Recht, der Ernennung des hohen Adels und der Verteilung der Ländereien. Während der König die Kontrolle über die größeren Geschicke des Reiches leitet, hat er Aufgabenbereiche und Terretorialverwaltung an den Hochadel delegiert, welcher aus Herzogen und Gräfen besteht. Diese herrschen über Ihr Ihnen zugewiesenes Terretorium, heben Armeen aus und formen so die Herzogtümer und Grafschaften. Diese sind wieder unterteilt in Baronien und Lehen, welche durch den Niederadel regiert werden, die wiederum von den Herzogen und Grafen ernannt werden.
Der Niederadel besteht aus Baronen und Lehnsrittern. Ein Baron herrscht über ein Terretorium mit mehr als einem Lehen, der Lehnsritter ist Herr eines Lehen. Ein Lehen besteht aus einem Herrenhaus, einem Dorf und mehreren Parzellen Land, welches von den Menschen im Dorf bestellt wird.

Militär

Über die Jahrhunderte hat Caldoranth eine stattliche Armee aufgestellt (fast 4.000 Mann).
Das Herzogtum Endrell beziffert sein stehendes Heer mit ca. 2.000 Mann und ist somit das zweitgrößte Heer. Das Herzogtum Hidroth hat ca. 1.000 Mann, Duruland ca. 700 Mann. Die Westlichen Baronien können in Zeiten der Not eine Miliz von nahezu 1.000 Mann aufbringen, ca. 300 Mann davon Ritter und ausgebildete Soldaten.
Das Militär wird hauptsächlich durch die Ritter des Ordens der Hüter geführt.
Der Niederadel kann das Militär mit Milizen versorgen, welche aus schlecht oder nicht ausgebildeten Dorfbewohnern bestehen. Diese kümmern sich um Aufgaben, wie den Tross zu erhalten oder zu Kundschaften.
Viele Adelige scheuen es nicht Vagabunden und Abenteurer als Söldner anzuheuern.

In der Regel unterstützen Caldoranische Truppen das Heer von Igladan in Ihrem Krieg im weiten Süden.
Die Tapferkeit der caldoranischen Mannen im Krieg merkten die Feinde der Armee relativ schnell, weshalb Escalatharn sein Auge weiter nach Norden wirft.

Religion

Der König Caldoranths hat sowohl in politischen, wie auch in spirituellen Belangen der Nation das letzte Wort, dennoch wird das Magisterium als sekundäre Authorität in Glaubensfragen und Spiritualität vom Volke grundsätzlich anerkannt.
Aus diesem Grunde werden alle höheren Gebote des Glaubens und der Sang der Tilandriad (die Heilige Schrift) des Konzils von Iterad anerkannt und verehrt.
Tatsächlich befinden sich zwei der zwölf Erzdiözesen des Magisterischen Ordens im Caldoranischen Reich. Die erste, in Caldoranth selbst, regelt die Glaubensangelegenheiten des Gebietes der Hammodranen. Das Erzbistum hat seinen Sitz in der Basilika des Caelovarod. Die zweite Erzdiözese befindet sich in Hidroth Lea und regelt die Belange der Ebenen von Edingroth. Das Erzbistum hat seinen Sitz in der Kathedrale Ilandriols. Zusätzlich zu den Gläubigen Ilandriols und Caelovarod gibt es Verehrer Eridials, Arnulads, Ondurial und Uduliod in ganz Mierodran verteilt.

Wirtschaft

Caldoranth hat sein eigenes Währungssystem, dennoch wird häufig genug das mierodranische Währungssystem benutzt. Caldoranische Münzprägung ist dem Dwinovars nachempfunden. Es gibt Gold, Silber und Kupfermünzen. Goldmünzen werden im Volksmund auch “Hüter” genannt und entsprechen 1 Gold. Silbermünzen werden gemein “Heller” genannt, Kupfermünzen “Kreuzer”.

Das feudale, monarchische System Caldoranths hat bis vor kurzem dazu geführt, dass die Nation eine ausschließliche Agrarnation war. In den vergangenen Jahren war Caldoranth Hauptlieferant für Nahrung, Stoffe und Felle für die Einwohner der Stadt Igladan. Trotz dem dass dies noch immer den Hauptanteil der caldoranischen Wirtschaft ausmacht, hat man in den jüngeren Jahren begonnen andere Zweige auszubauen.
In den letzten Jahrhunderten haben Caldoranische Mannen begonnen Holz nach Süden zu exportieren. Dies hat zu einem harten Konflikt der Elfen der Wälder geführt, welche Ihren Lebensraum bedroht sahen. Aus diesem Grunde ist dieses Unterfangen ins Stocken geraten.
Jüngst haben die Menschen begonnen wie die Zwerge in die Berge zu graben (und somit Goblinangriffe provoziert, welche darin leben) und wertvolle Metalle und Steine nach Süden zu exportieren.

Des weiteren hat in den letzten 200 Jahren der Fall Taladuns im Süden und die Besiedlung der Ebenen Edingroths dazu geführt, dass sich lukrative Handelsrouten nach Süden auftaten.
Als Ergebnis entstand eine kleine aber sehr wohlhabende Mittelklasse von Händlern in Caldoranth. Trotzdem dass Sie noch nicht ausreichend viel politische Macht haben, haben diese Neureichen enorm viel Reichtum angehäuft, welcher den Adel mehr und mehr beunruhigt.
Einige dieser Händler haben es sogar schon geschafft, in Niederadel einzuheiraten oder sich einen Niederadeligen Titel von einem Hohen Adeligen zu erkaufen. Diese sozialen Aufschwünge werden jedoch in aller Regel von Adeligen verachtet und (mit Recht) gefürchtet.

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Die Legenden der Wächter Aswidat Aswidat