Sastra

Mordmagier auf Jobsuche

Description:

Name: Sastra
Rasse: Mensch
Reich: Caldoranth
Klasse: Magier

Bio:

„Nun, meine tödliche Schönheit, wie sehr genieße ich es mit dir zu reden. Du bist das einzige Wesen auf dieser Ebene die all meine Geheimnisse kennt und dem ich sie anvertraue und mit dem ich darüber rede. Nur du, Ssacah kennst meine Geheimnisse, meine Fehler, meine Schwächen und meine Taten. Ich bin jetzt 27 Jahre alt und mein Name ist Sastra. Doch wer bin ich? Woher komme ich? Wer sind oder waren meine Eltern? Ich erinnere mich nicht, ich kann mich nur an ein Leben auf der Strasse erinnern und an meinen jüngeren Zwillingsbruder Thurian und meine jüngere Schwester Yora. Yora ist (oder war) 2 Jahre jünger als Thurian und ich. Im Gegensatz zu uns war ihr Haar nicht schwarz sondern dunkelrot, doch sie hatte die gleichen grünen Augen wie wir. Doch eines Tages kehrte sie nicht zurück als wir auf dem Markt stehlen waren. Da war ich 12 Jahre alt und sie 10. Ich habe sie niemals wiedergesehen und habe auch nicht erfahren was aus ihr geworden ist. Mit der Hoffnung eines Knaben habe ich geglaubt das sie noch lebt und es ihr besser geht. Doch heute weiß ich nicht was ich glauben soll. Lebt meine Schwester Yora noch? Ist sie tot? Wo ist sie? Warum ist sie damals verschwunden? Und immer wieder die Frage: wer waren oder sind unsere Eltern? Leben sie noch? Warum erinnern wir uns nicht? Was ist passiert? Yora hatte immer Alpträume und sie schrie das der Eulenmann uns holen würde. Wer oder was ist der Eulenmann? Eine Ausgeburt der Phantasie eines kleinen Mädchens?
Eine Woche nach Yoras Verschwinden wurden Thurian und ich erwischt wie wir einem Mann in Roben die Börse stahlen, doch der Mann zeigte uns nicht an, er behauptete das Thurian und ich unsere Talente verschwendeten und das wir große Magier werden könnten. Magister Probian brachte uns zur Akademie unserer Heimatstadt Caldoranth. Ist Caldoranth überhaupt meine Heimat? Ich habe keine Erinnerungen an vorher, das heißt aber nicht das ich aus Caldoranth stamme.
Tatsächlich schienen Thurian und ich eine gewisse Begabung zu haben und wir wurden an der Akademie aufgenommen. Doch wer bezahlte unsere Ausbildung? Wer war unser Gönner? Eine Ausbildung an der Akademie ist teuer und 2 arme Straßenjungs können sich nun einmal keine Ausbildung zum Magier leisten. Wer bezahlte für Sastra und Thurian? Und was mir mehr Sorgen macht, wer verlangt eines Tages eine Gegenleistung dafür? Denn nichts ist umsonst, meine schöne Ssacah. Thurian und ich lernten die Grundlagen der Magie, doch beide hatten ein Interesse daran die Magie dazu einzusetzen, mit ihr zu töten. So wurde Magister Hydrion auf uns aufmerksam. Hydrion nahm uns und 11 weitere als Schüler auf. Magister Hydrion ist ein Mord-Magier, er setzt seine Magie ein um zu töten, auf seine Art ist er ein Meuchelmörder, jedoch ein magischer Meuchelmörder. Doch Hydrion war es auch, der uns den Glauben brachte und dafür sorgte das wir Mitglieder in der Kirche Mortifers wurden. Mortifer ist der Ilad des Todes. Als der abtrünnige Ilad die Völker verdarb und ihnen die Unsterblichkeit raubte, war es der Schöpfer der Mortifer den Ilad des Todes schuf. Mortifer war der letzte Ilad der geschaffen wurde und mit ihm kam der Tod in die Welt. Der Schöpfer gab Mortifer Gwaiyur, das Schwert der Gewalten, geschaffen aus der Essenz der Schöpfung, die Waffe mit der man alles töten und vernichten kann was geschaffen wurde. Doch als die Ilad von dieser Ebene verbannt wurden und in ihre Sphären zurückkehrten, war es nur der Körper Mortifers welcher verbannt wurde, die Essenz des Ilads, der Tod blieb auf dieser Ebene. Das Schwert Gwaiyur ging verloren. Die Kiche Mortifers sucht nach einem Weg die Essenz des Ilads wieder mit seinem Körper zu vereinigen, auf das er wieder in dieser Ebene wandeln kann und dem Ilad Gwaiyur, das Schwert der Gewalten zurückzubringen. Die alten Legenden besagen das auch Sterbliche Gwaiyur schwingen können, doch das Schwert der Gewalten entscheidet wenn es trifft. So mag es sein, das sich die Waffe gegen den Benutzer wendet und ihn tötet oder das sie seinen Feind vernichtet. Denn die Essenz der Schöpfung kann nur vom Ilad des Todes als Waffe benutzt werden, ansonsten entscheidet die Schöpfung und Gwaiyur hat wohl schon so manchem den Tod gebracht, der die Waffe benutzte. Die Kirche Mortifers ist klein: Die Gläubigen sind die Hände: Meuchelmörder, Diebe, Spione, Assassinen. Danach kommen die Gläubigen des Arkanen: die Mord-Magier. Dann kommen die Priester: dunkle Roben und ein Gesicht das zur Hälfte hell und zur Hälfte dunkel ist. Denn Mortifer der Ilad des Todes hat ein zweigeteiltes Gesicht: die linke Hälfte ist hell und wunderschön, die rechte Hälfte ist schwarz und die Fratze eines Skeletts, er hat Flügel wie alle Ilad und weint immer blutige Tränen um derentwillen, denen er den Tod bringt.
Hydrion sorgte dafür das alle seine Schüler Mitglieder der Kirche wurden. 10 Jahre auf der Akademie Caldorant, 10 Jahre Ausbildung zum Magier. Nach meinem ersten Jahr auf der Akademie traf ich dich schöne Ssacah. Als ich aus der Kirche kam und eine Gasse entlangging blicktest du mich an: eine Königskobra, eine weiße Königskobra. Ich wusste sofort das du etwas Besonderes bist und beschloss dich mitzunehmen. Wer beschloss hier eigentlich wen mitzunehmen, Ssacah?
Jedes Jahr der Ausbildung wurde mit einem Mord beendet, nach jedem Jahr mussten wir einen Mann oder eine Frau töten. Hydrion suchte sie aus und er hatte 13 willfährige Helfer. Unter den Schülern Hydrions gab es eine wunderschöne junge Frau namens Tyrania. Tyrania war die Beste der Schüler Hydrions. Ihre Sprache klang eher wie die einer jungen Frau aus gutem Hause. Sie war schön, klug, gebildet und tödlich. Tyrania entschied sich für mich und nicht für Thurian, so stand das erste Mal in meiner Existenz etwas zwischen mir und meinem Bruder. Doch auch 10 Jahre vergehen und Hydrion forderte die Abschlussprüfung von seinen Schülern: Ein Mord-Magier hat immer nur einen Schüler und so bleib uns 1 Woche für den tödlichen Wettstreit.
Thurian und ich beschlossen es in einem ehrlichen Kampf auszutragen. Nun, Ssacah, du warst der einzige Zeuge wie ich meinen jüngeren Zwillingsbruder getötet habe. Der Ältere der den Jüngeren tötet, es fühlt sich nicht gut an. Was ist wenn ich Yora oder meinen Eltern begegnen sollte, falls sie noch leben? Was soll ich sagen, wenn sie fragen was ist aus deinem Bruder geworden, Sastra?
Doch Zeit zum Nachdenken hatte ich nicht lange. Musste ich doch auf mein Überleben achten und so seltsam es auch klingt, der Gedanke an Thurian half mir. Ich hätte Thurian umsonst getötet wenn ich versagt hätte. Nun, 3 Tage später traf ich mich mit Tyrania, tief in mir wusste ich das ich verliebt war und das ich sie nicht töten wollte. Ja, sieh mich ruhig an, Ssacah, ich weiß das ich ein Narr war und das ich nur deinetwegen lebe. Du warst es der ihre Schwarze Mamba tötete, als diese mich beißen wollte. Du lenktest meine Aufmerksamkeit auf sie, als sie mich beim Liebesspiel erdolchen wollte. Hätte ich zu diesem Zeitpunkt Thurian nicht getötet gehabt, wäre ich wahrscheinlich ihr zum Opfer gefallen. Aber so, haben wir es geschafft, Ssacah und du kennst das Geheimnis des Mannes der seinen jüngeren Bruder und seine Liebe getötet hat.
Als ich vor Meister Hydrion trat, war ich der einzige Schüler und so hatte ich meine Prüfung als Mord-Magier bestanden. Hydrion war ein guter Lehrmeister, er lehrte mich pragmatisch zu sein, mich verstellen zu können, niemand in mein Inneres blicken zu lassen und immer misstrauisch zu sein. Nur du kannst in mein Inneres blicken, Ssacah. Nur du kennst die Geheimnisse die Anderen verborgen sind.
Drei Jahre lebte ich in Caldoranth, knüpfte Kontakte, tötete Menschen und war ein treues Mitglied meiner Kirche. Ich sammelte Wissen und erfuhr das es einen Obersten der Mord-Magier gibt: Er (oder sie) wird Lahatiel genannt, das ist der Name für denjenigen der an der Pforte des Todes herrscht. Wer zum obersten Mord-Magier aufsteigen will muss herausfinden wer Lahatiel ist, seine Geheimnisse entschlüsseln und ihn auf die Art eines Mord-Magiers töten. Doch wer ist er? Ja, Ssacah, ich weiss meine männliche Arroganz ist unerträglich und ich weiss noch nicht einmal ob es ein Mann oder eine Frau ist, aber mit meiner männlichen Eitelkeit glaube ich natürlich das es ein Mann ist.
Den obersten Mord-Magier kann jedoch nur ein Meister herausfordern, ein Meister werde ich, indem ich Hydrion die Herausforderung überbringe, seine Geheimnisse in meinen Besitz bringe, mir sein Wissen aneigne und ihn dann töte wie es ein Mord-Magier tun würde. Doch Hydrion ist ein schlauer Fuchs, er ließ mich viele Dinge tun, doch er wusste seine Geheimnisse zu waren. Doch irgendwo gibt es Wissen über all seine Taten, seine Schüler, seine Morde, den Mord an seinem Meister und das Wissen über Lahatiel. Ich muss erst diese Geheimnisse in meinen Besitz bringen bevor ich mich um ihn kümmern kann und dann ist die Frage: Was weiß er über mich oder meine Familie, was ich nicht weiß.
Drei Jahre im Auftrag des Adels, der Handelsgilde und anderer Persönlichkeiten. Drei Jahre bis ich einen Ruf hatte. Zuverlässig und verschwiegen. Doch nur du Ssacah kennst die beiden Morde zu denen ich keinen Auftrag hatte. Es war am Tag nach meinem 25. Geburtstag als ich sie im Haus eines Händlers sehen durfte. Ihr Name war Laira: eine Schönheit wie ich sie noch nie gesehen hatte, Haut wie Alabaster, Augen wie Saphire, unergründlich und man konnte sich in ihnen verlieren wie im Meer, das Haar glänzend und blond fast weißblond, bis zum Gesäss reichend. Sastra, der Narr hatte sich wieder einmal verliebt. Und dann das Treffen mit dem Mann der Händlergilde, er wollte das ich Laira tötete und er traf sich persönlich mit mir und hatte niemand dabei. Es sollte und durfte also niemand Bescheid wissen und der junge verliebte Narr Sastra tötete den potentiellen Auftraggeber: Myrin Alur, Mitglied der Händlergilde und niederer Adeliger und verschwand vom Treffpunkt. Sieh mich nicht so vorwurfsvoll an, Ssacah. Ja, ich weiss ich habe Laira nicht wiedergesehen, nach dem Tod Alurs. Aber sie war es wert und vielleicht werde ich sie eines Tages wiedersehen. Ich bin nicht bockig, Ssacah. Nein, Ssacah, ich werde den Fehler bei Tyrania nicht wiederholen.
Der zweite Mord war vor einem Jahr, den Knaben den ich wegen der Erbfolge töten sollte. Der dreizehnjährige Sohn des Barons Leander von Wulfheims. Sieh mich nicht so an, Ssacah. Du warst dagegen und ich habe auf dich gehört, ich habe seinen Vetter Lucian, den Auftraggeber getötet und den Boten und seine beiden Leibwachen, weil du dagegen warst. Aber du hattest recht, es fühlte sich nicht richtig an. Manchmal sollte man auf seinen Instinkt hören.
Wenn ich nach Caldorant zurückkehre werde ich versuchen meine Angelegenheiten zu regeln. Doch vorher gibt es einiges zu tun. Was sagst du zu unseren neuen Gefährten? Nun, Rashid ist 50.000 Goldmünzen wert, aber sein Bruder ist der Preis eines Kalifen der mir hilft und mich in Ruhe meinen Geschäften nachgehen lässt, Lia ist kein Geld wert, aber eine wertvolle Hilfe, denk daran über was für altes Wissen die Elfen verfügen. Izabella ist wohl an die 15.00 bis maximal 25.000 Goldmünzen wert, aber auf der anderen Seite ist sie eine wertvolle Hilfe und dann ist da eine Baronie und der erste Ritter von Hydroth Lea, Hauptmann der Stadtwache. Nun, Ssacah, ich habe gedacht wie du es tun würdest, ich habe einen Plan geschmiedet und du hast recht, man muss tun was von einem erwartet wird denn im Erwarteten lässt sich das Unerwartete verbergen. Ich bin ein Meuchler, Lügner, Mörder und Intrigant. Und ich habe einen Ruf, den ich zu pflegen habe.
Ausserdem denke daran, sie helfen mir Wissen zu erlangen, das für unsere Kirche wichtig ist und ich muss Wissen haben, das Hydrion nicht hat.
Die Gelehrten dieser Welt wollen die Unsterblichkeit für die Völker, doch ich will das nicht, das ist nicht im Sinne der Kirche und der Ordnung. Nun, natürlich würde ich Unsterblichkeit für mich wollen, ich würde mich damit herausreden das ich einen Auftrag zu erfüllen habe und einen langen Weg zu gehen habe. Aber im Prinzip habe ich den Fehler aller Menschen: Ich hänge an meiner Existenz und ich will nicht sterben.

Was ich noch für Fehler habe, eine Menge denke ich. Ich mag ein gutes Leben, Bequemlichkeit, den weichen warmen Körper einer Frau und alles was das Leben angenehm macht. Ich liebe die Annehmlichkeiten des Lebens.
Was ich noch für Fehler habe: Nein, Ssacah, Laira wäre kein Fehler, der Blick in ihre Augen hat genügt und wenn es ein Fehler wäre würde ich ihn sofort begehen.
Nun, meine unsägliche Neugierde, mein Wissensdurst, meine Gier danach Geheimnisse zu entschlüsseln mag ein Fehler sein, doch bisher brachte mich dieser Fehler weiter.
Mich in Dinge einzumischen die mich nichts angehen, dies ist ein Fehler den ein Mord-Magier nicht haben sollte, aber ich bin so wie ich bin. Ich weiss wenn ich nach Hydroth Lea zurückkehre und ins Adlernest gehe werde ich genau diesen Fehler wieder begehen, aber ich tue es weil ich es will und mit Bewusstsein.
Wir werden noch einen langen Weg gehen, Ssacah und wenn ich versage wirst du dir einen neuen Mord-Magier suchen und vielleicht erzählst du eines Tages die Geschichte von Sastra, der gescheitert ist.

Wer sind oder waren meine Eltern?

Wo ist meine Schwester Yora? Lebt sie noch, was tut sie?

Wer hat für meine Ausbildung an der Akademie bezahlt?

Wer oder was ist der Eulenmann?

Wer ist Laira? Wo ist sie? Werde ich sie wiedersehen?

Was sind Lügen und was ist Wahrheit? Ich kann meinen Weg nur zu Ende beschreiten wenn ich dies erkenne.

Was ist mit meinen neuen Gefährten? Werde ich sie verraten? Werden sie den Verrat verstehen?

Nun, Ssacah diese Fragen kannst auch du mir nicht beantworten. Aber es wird zeit zu arbeiten, der Händler wird in einer Stunde zuhause zurückerwartet. Wir erledigen diese, kehren zurück nach Hydroth Lea und dann werden wir diesen Magier in der Zwergenruine jagen. Er ist entkommen, Ssacah. Mir ist noch keine Beute entkommen.
Ah, sie kommen, lass die Beute erst in die Sicherheit ihres eigenen Heimes zurückkehren…“

Sastra

Die Legenden der Wächter Aswidat Schieni