Hydrion

Erzmagier der Mordmagier und Sastras Meister

Description:

Hydrion ist Sastras Meister. Hydrion hat Sastra ausgewählt und ausgebildet und ausbilden lassen, warum er dies getan hat, ist eines der unzähligen Geheimnisse die diesen Mann umgeben. Meister Hydrion ist ein Halbelf, von dem niemand weiß wo er eigentlich herkommt. Die Gerüchte besagen das er angeblich an der Gründung der Magierakademie von Caldoranth beteiligt war. Doch dies ist immerhin schon über 100 Jahre her. Von welchen Elfen und Menschen er abstammt ist wohl niemand außer ihm bekannt. Es wird behauptet dass er großen Anteil daran hatte, das das königliche Gesetz erlassen wurde, was die Ausbildung von Mord-Magiern legitimierte. Hydrions Alter ist ein Geheimnis, doch es ist kein Geheimnis das er sehr jung wirkt und auch darum unterschätzt ihn mancher Narr. Gerüchte besagen das Hydrion ein einflussreicher Flüchtling aus der Magokratie von Anguliath sein soll, andere Gerüchte behaupten, dass er viele wunderbare Dinge aus Anguliath mit nach Caldoranth gebracht haben soll. Hydrion trägt immer schwarze Kleidung. Seine Haare sind schwarz und seine Augen hellblau. Er trägt nur Goldschmuck welcher mit schwarzen Edelsteinen versehen ist, seinen Ring ziert ein schwarzer Diamant von der Größe einer Walnuss. Hydrion gilt als einer der gefährlichsten Männer Caldoranths und bei den Mord-Magiern ist er am ehesten das was man eine lebende Legende nennt. Man sagt unter 50.000 Goldmünzen und einem Artefakt seiner Wahl nimmt Hydrion keine Aufträge an. Sein reichverziertes Kurzschwert „Thruuf daaruum“ („Erlöser“) ist mit Runen versehen, die Klinge besteht aus schwarzem Metall und ist gezackt, während der Griff mit großen schwarzen Dornen versehen ist.

Hydrion ist jemand der viel Wert auf das Ansehen der Akademie von Caldoranth und der Magier bei der Bevölkerung legt, Spötter behaupten das der Meister aus Anguliath bereits erfolgreich eine geheime Magokratie errichtet habe. Hydrion ist auch derjenige, er genau wie Karliah die Gilde der Bettler zu schätzen weiß und seinen Schülern beibringt diese zu nutzen.

Er hat einige Könige kommen und gehen sehen und ist der Meinung dass man sich immer arrangieren kann. Es geht das Gerücht das es einmal kein Arrangement gab und kurz danach erkrankte der König und verstarb sehr schnell.
Hydrions Eitelkeit ist es, niemals eine Person zweimal auf die gleiche Art und Weise zu töten. Bei all seinen Morden, scheint Hydrion der Ideenreichtum und Erfindungsgeist noch nicht ausgegangen zu sein.

Manche vermuten dass er der Lahatiel ist, andere sagen dass er kein Lahatiel ist, weil er kein Interesse daran hat.

Hydrion wohnt in einer geräumigen Villa in der Nähe der Akademie, man sagt das das Haus perfekt durch Zauber geschützt ist und das es dutzende Zauber in jedem Raum geben soll, doch niemand der bisher versucht hat in das Haus einzudringen konnte bisher von seinen Erfahrungen berichten…
Man munkelt das Hydrion in diesem Haus mehr Artefakte haben soll, als manch eine kleine Akademie und die Phantasie der Leute berichtet von Artefakten aus Anguliath eines wahren Magokraten würdig…

Hydrion hat eine legendäre Geduld und ist dafür bekannt das er sehr langfristig denken und planen kann. Zudem heißt es dass er niemals die Beherrschung verliert und einen untrüglichen Instinkt und ein niemals fehlgehendes Urteilsvermögen hat.

Warum er seine Schüler auswählt, ist nicht immer ersichtlich. Hydrion hat ein perfektes Gedächtnis, er vergisst niemals etwas und manchmal verlangt er eine Bezahlung für einen Auftrag erst nach 10 oder 20 Jahren, dies kann eine Information oder aber auch ein Gefallen sein.

Vor Hydrion hat Sastra den allergrößten Respekt: Hydrion hat Sastra beigebracht, das man immer eine Wahl hat, Hydrion hat ihm beigebracht das Unabhängigkeit ein wertvolles Gut ist, er hat ihm beigebracht das man selbst und nicht die Auftraggeber die wahre Macht haben, denn man kann sich immer frei entscheiden wenn man tötet, er hat ihm beigebracht das die perfekte Maske mehr hilft als eine Waffe oder ein Gift und das Informationen und Wissen mehr bedeutet als alles Andere und das diese einem unschätzbare Vorteile bringen.

Als Sastra seine Ausbildung beendet hatte, lud Hydrion seinen Schüler zu einem Gespräch ein. Er sah Sastra lange und eindringlich an: „Wenn du ein Meister werden willst, wirst du mich töten müssen. Wenn du erfolgreich sein willst, finde Dinge über mich heraus und prüfe genau ob dieses Wissen echt ist. Solltest du erfolgreich sein, werden nicht die Artefakte, die Waffen oder die Zauberbücher dich weiterbringen sondern das Wissen. All die Informationen die ich seit langer Zeit in diesem Haus verstecke und zu denen nur mein Nachfolger einen Zugang haben wird. Das Wissen gibt dir mehr Macht über Caldoranth und die Menschen als jede Waffe und jeder Zauber. Ich kann in dir lesen wie in einem offenen Buch, du kannst keine Kinder leiden und hungern sehen, du kannst nicht mit ansehen wie einer Frau Gewalt angetan wird. Wenn deine Feinde dies erkennen, werden sie deine Schwäche nutzen um dir zu schaden. Habe die perfekte Maske, denn wenn du die Leute glauben machst das du alle Schlechtigkeiten bereit bist zu tun, werden sie dir vertrauen, bis zu dem Zeitpunkt an dem du zuschlägst und dies ist der Zeitpunkt den du bestimmst. Du musst lernen die Menschen zu verstehen, in ihren Seelen zu lesen, ihre Wünsche, Ängste, Bedürfnisse aber auch Begierden zu kennen. Dann kannst du alles erreichen. Die Menschen müssen dir vertrauen, halte immer dein Wort, doch dein Gegenüber wird nicht immer auf den genauen Wortlaut achten, du solltest dies aber immer tun. Wenn du einen Weg gehst, geh ihn immer weiter, wenn du dich entschieden hast, tue alles was nötig ist mit aller Konsequenz. Wenn du dich für Menschen entschieden hast kannst du sie zwar retten, doch wenn du einen Menschen rettest musst du dich auch danach um ihn kümmern. Jeder Weg ist steinig und mit Dornen gespickt, aber die Niederlage macht uns stärker als der Sieg. Sei dankbar für jeden Fehler aus dem du lernen darfst und begehe ihn niemals wieder. Verstehst du mich?“

Sastra sah seinen Meister lange an und dachte nach bis er nach einiger Zeit des Schweigens schließlich nickte und sagte: „Ich glaube schon.“

Hydrion nickte: „Hast du noch Fragen, Sastra?“ Aus Sastra platzte es heraus: „Wer bin ich? Wer sind oder waren meine Eltern? Warum habt ihr mich ausgewählt? Warum kann ich mich an meine Kindheit nicht erinnern?“

Hydrion schmunzelte, er hatte diese Fragen vorausgesehen: „Alle diese Fragen werden beantwortet werden, wenn du der Meister bist. Also übe dich in Geduld, finde heraus was du über mich wissen musst und besiege mich, werde nicht voreilig und überlege dir genau was zu tun ist:“
Zum erstenmal fielen Sastra diese uralten und doch zeitlos wirkenden blauen Augen in dem beinahe ewig jung wirkenden Gesicht seines Meisters auf. Ein kurzer Moment des Schauers durchzuckte ihn und er hatte beinahe das Gefühl als ob Hydrion seit Äonen auf der Welt wandelte und einen ganz bestimmten Plan verfolgte. Kalt kroch es ihm den Rücken hinab und da war die Erkenntnis, dass es viel zu früh sei um sich mit Hydrion anzulegen und das er noch nicht einmal ansatzweise dazu reif war.

„Gut, ich sehe du bist kein Narr. Ich wusste das du oder Thurian etwas Besonderes bist, aber ich wusste nicht wer von euch Beiden.“

Sastra sah seinen Meister an: „Ihr habt mir an dem Tag die Aufgaben an der Akademie gegeben als ich Aiela kennenlernte. Warum?“

Hydrion sah ihn an: „Weil ihr zueinander passtet, weil ihr euch sehr ähnlich seid, weil ihr beide einen großen Verlust hattet und weil ich der Meinung war, das es klug wäre euch zusammenzubringen. Euer Potential wäre verschwendet worden, wenn ihr nicht miteinander bekanntgemacht worden wäret und euch dann eines Tages getötet hättet. Außerdem habe ich Pläne mit und für Euch.“

Dann schwieg er und sah Sastra an: „Nun, ist deine Ausbildung beendet, Sastra von den Mord-Magiern. Wenn du mich töten willst, tue es mit „Thruuf daaruum“. Denn wenn du den Mord-Magier Hydrion mit seiner eigenen Waffe tötest, wird seine Macht sich auf dem kurzen Weg verdoppeln und auf dich übergehen. (Sastra weiß nicht was der Name der Waffe bedeutet.) Und nun gehe feiern, du hast die Ausbildung überlebt und die Prüfungen bestanden. Sei drei Tage der König von Caldoranth, esse und trinke was du willst, hole dir alle Rauschkräuter und Aphrodisiaka welche du haben willst. Nimm jede Kurtisane, Hetäre oder Hure welche du haben willst. Sei mein Gast, ich kenne deinen Geschmack.“

Sastra verneigte sich und verließ das Haus seines Meisters, er grübelte darüber nach ob dies mit der eigenen Waffe die Wahrheit war, wie genau die Worte seines Meisters geklungen hatten und was er ihm verschwiegen hatte. Doch dann verwarf er die Gedanken und beschloss feiern zu gehen, Caldoranth war die Hauptstadt des Reiches und manche sagten es sei auch die Hauptstadt der Laster, Sünden und Begierden. Über alles andere musste er sich danach Gedanken machen…

Bio:

Hydrion

Die Legenden der Wächter Aswidat Aswidat