Gallus

Mordmagier und Freund von Sastra

Description:

„Gallus ist ein Verbrecher“, hat Sastra mal über seinen Freund Gallus gesagt, als er aufgefordert wurde ihn zu beschreiben. Gallus trägt sein Magiergewand nur an der Akademie und wenn man den vierzigjährigen Mann mit den langen schwarzen Haaren und dem Bart auf der Straße trifft, könnte er auch sonst wer sein.
Gallus hat sein Ohr immer am Puls der Zeit und er lauscht dem was in der Unterwelt passiert und was die Straßen zu erzählen haben. Gallus arbeitet eng mit der Diebesgilde zusammen, er kennt alle Tavernen, alle Hehler, alle Rauschkrauthändler und wahrscheinlich fast alle Diebe Caldoranths. Manchmal arbeitet er auch mit Banden zusammen, wie mit den Silberfalken. Die Silberfalken sind eine der wenigen großen Banden die seit dem Auftauchen der Falkenmasken noch geblieben sind und ihr Revier gegen Eindringlinge verteidigen konnten. Sastra vermutet durchaus das das an Gallus und seinem Ideenreichtum und seinen Beziehungen liegen könnte. Den Anführer der Silberfalken Akivari hat angeblich noch nie jemand zu Gesicht bekommen und man munkelt das Gallus der einzige Mensch in Caldoranth sein soll, der Akivaris Gesicht kennt und weiß wer Akivari ist. Gallus kennt wahrscheinlich jede Stadtwache Caldoranths welche die Hand aufhält und auch mit den Schmugglern der Stadt hat er gewisse Arrangements. Gallus ist jemand, der sich jede Information persönlich holt, wie er Sastra einmal gesagt hat, das hat den Vorteil dass man weiß von wem sie kommt und an wen man sich wenden muss wenn sie nicht stimmt. Gallus ist derjenige Mord-Magier an den sich die Unterwelt Caldoranths wendet wenn es etwas zu tun gibt, denn Gallus vertraut man und seine Auftraggeber waren bisher immer zufrieden. Durch seine Beziehungen, die Informationen die er bekommt und seine Tätigkeit als Mord-Magier für die Unterwelt hat er einen hervorragenden Überblick über Streitigkeiten, Revierwechsel, Morde innerhalb der Unterwelt und der zwielichtigen Gilden. Zudem hat Sastra festgestellt das Gallus oft unterschätzt wird, da er die Leute so oft vergessen lässt das er ein Magier ist und sie noch häufiger vergessen das er ein Mord- Magier ist. Mit Gallus kann man saufen, man kann ein Bordell besuchen, oder jemand umbringen den man einfach nicht mag, daher schätzt Sastra seinen älteren Freund, zudem ist Gallus meistens bei den Treffen der Mord-Magier im „Kupferkessel“.
Gallus hat Sastra einmal erklärt das er ein bodenständiger Verbrecher ist und sein junger Freund hat das mit einem Lachen zur Kenntnis genommen. Doch Sastra hat auch Respekt vor ihm, denn wenn die Mord-Magier Caldoranths genannt werden, dann nennt man Hydrion, Karliah und Gallus. Zudem hat Sastra festgestellt das Gallus ein verrückter Hund ist und keine Angst hat. Beides Eigenschaften, die er versteht und mag. Zudem steht Gallus zu seinem Wort und zu seinen Freunden. Sastra ist sich darüber bewusst das ohne Gallus Kontakte, Beziehungen und seine Hilfe, die Sache mit den Falkenmasken nicht so glimpflich abgelaufen wäre. Manchmal kommt auch das Gerücht auf, das es Akivari gar nicht gibt und Gallus Akivari ist, das streitet er jedoch mit einem Gelächter ab und bestellt demjenigen noch ein Bier, Wein oder Schnaps auf diesen köstlichen Witz. Sastra hat keine Ahnung ob Gallus Akivari ist, ist sich aber sicher das wenn Gallus nicht Akivari sein sollte, Akivari eine äußerst gefährliche Person ist, mit der Gallus nicht ohne Grund zusammenarbeitet und eine Partnerschaft eingegangen ist.

Die Falkenmasken mag Gallus nicht sonderlich, doch sie haben auch ihr Gutes: Jede kleine Bande die ausgelöscht wird hat Überlebende und die rekrutiert Gallus für die Silberfalken. Jede Bande die noch existiert und Angst um ihr Revier hat, kann Akivari und seinen Silberfalken beitreten. Jeder der schon unter den Falkenmasken gelitten hat und es überlebt hat, bekommt ein Angebot von Gallus. Zudem läuft das Geschäft: Den Schmugglern bietet man sichere Verstecke in sicheren Vierteln an und natürlich ist der Schutz billiger als von den Falkenmasken, wenn jemand sein Rauschkraut herstellen und lagern will, kein Problem. Die Stadtwachen bekommen ihren Anteil und Gallus achtet darauf das die Silberfalken keinen Ärger mit der Wache haben, ab und zu gibt es mal einen Tipp an die Wache. Und dadurch das die Silberfalken sehr ruhig und unauffällig sind, wachsen sie langsam aber stetig und sie können auch in den besseren Bürgervierteln Geschäfte machen, die sehr stark kontrolliert werden.

Gallus sieht immer zu das die Verbrecher Caldoranths bei ihm Schulden haben und er weiß dass der kometenhafte Aufstieg der Silberfalken auch Jubal und den Falkenmasken zu verdanken ist. Eines Tages werden sich beide Banden bekriegen, aber Gallus will erst noch in Ruhe ein paar Dinge vorbereiten, Leute sammeln, ab und zu mit der Diebesgilde reden und jeder der die Falkenmasken überlebt hat und der von den Silberfalken aufgenommen wurde, schuldet Gallus Dank und hasst Jubal und seine Leute.

Gallus weiß das wenn der Tag der Abrechnung kommt, er Jubal, Mor-am und Moria erwischen muss, alle anderen Falkenmasken werden dann fallen. Und Gallus weiß das wenn er zuschlägt er die Mord-Magier auf seiner Seite haben will, er die Stadtwachen bewegen wird etwas zu tun und Sastra liebend gern dieses Problem beiseite schaffen würde. Doch Gallus hat Geduld. Er lässt das Haus der kleinen Daria und ihres Onkels von zuverlässigen Leuten bewachen und ein paar besonders korrupte und hartgesottene Stadtwachen legen Wert darauf, dass den Bewohnern nichts passiert und sie nicht belästigt werden. Gallus weiß das Sastra eine Schwäche für Daria und den alten Mann hat und als Mord-Magier weiß wie grausam das Leben sein kann und er möchte seinem jungen Freund ersparen zu sehen wie die Beiden leiden oder äußerst grausam umgebracht werden. Die beiden Menschen sind ihm prinzipiell egal, was kümmert es ihn wenn sie sterben, aber Sastra würde es wehtun, dies ist der einzige Grund warum Gallus auf sie aufpasst.

Gallus hat einen einfachen Kodex: Für einen Freund tut man alles, so wie ein Freund alles für einen tut. Er würde nie auf die Idee kommen etwas zu hinterfragen oder etwas nicht zu tun. Da hat Gallus kein Gewissen, keine Moral und keine Skrupel. Gallus hat nur wenige Freunde: Karliah gehört dazu, vor der er Respekt hat und Sastra, mit dem er schon die verrücktesten Sachen gemacht hat. So wie sich die Unterwelt auf Gallus Wort verlässt, können sich seine Freunde darauf verlassen das er alles für sie tun würde, so wie sie das natürlich auch für ihn tun würden.
Wenn Gallus jedoch an der Akademie ist, ist er ein vollkommen anderer Mensch, dann ist er Magier, Absolvent der Akademie und ein Mord-Magier mit Stolz auf seinen Stand. Sastra ist immer wieder verblüfft was für ein guter Schauspieler Gallus ist und er fragt sich ob das Schauspiel der Magier oder der Verbrecher ist…

Gallus hat einen schwarzen Bluthund als Begleiter, den er „Jubal“ nennt. „Jubal“ ist auf Kehle dressiert und seine Augen glühen manchmal rot in der Nacht, Sastra hat festgestellt das der Hund weder bellt noch andere Laute von sich gibt, aber aus der Dunkelheit lautlos angreift und Menschen die Kehle zerfetzt. Gallus hat Sastra mal spöttisch erklärt das „Jubal“ auf Falkenmasken abgerichtet ist und Sastra hat auch schon gesehen wie „Jubal“ zwei Falkenmasken die Kehle zerfetzt hat, die unvorsichtigerweise alleine im falschen Revier unterwegs waren.
„Jubal“ hört nur auf Gallus und Angst scheint er nicht zu kennen, selbst Aiela die sonst von allen Tieren geliebt wird hält gehörigen Abstand von „Jubal“. Gallus ist auch der einzige der „Jubal“ füttern darf und meistens lässt er den Hund jagen. Sastra meinte mal zu Gallus, das „Jubal“ ein verdammter Höllenhund sei, worauf Gallus nur lachte und meinte was meinst du warum ich ihn habe?

Bio:

Gallus

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